Juhu! Der Sommer kommt!-Fluch oder Segen für Hund und Katze?

Juhu! Der Sommer kommt!-Fluch oder Segen für Hund und Katze?

Heuer waren und sind wir schon im Mai/Juni mit hochsommerlichen Außentemperaturen gesegnet. “Wie schön!” wird sich da Mancher denken, andere leiden heftig unter den oftmals drückenden Temperaturen. Genauso ergeht es unseren Haustieren auch…manche lieben die Sonne und genießen es, selbst wenn sie schwarzes Fell haben, ein ausgedehntes Sonnenbad zu nehmen, andere beginnen weniger zu fressen und möchten am liebsten das Haus nur noch in den frühen Morgen- und späten Abendstunden verlassen. Und diese Wahl sollten wir unseren vierbeinigen Freunden auch gewähren. Es ist in Ordnung, wenn die Tiere sich bei der Hitze, etwas zurückziehen, etwas weniger fressen und nur noch am Abend oder Morgen munter sind. Allerdings, sollten sie keinesfalls ganz das Fressen einstellen oder die leichte Abgeschlagenheit auch dann noch anhalten, wenn die Temperaturen am Abend wieder nachlassen. Sollte dies der Fall sein, dann stimmt etwas nicht und man sollte einen Tierarzt aufsuchen. Bei besonders jungen oder verspielten Hunden müssen Frauchen und Herrchen genau darauf achten, dass der Hund sich nicht vor lauter Lust am Spielen selber überfordert. also: Zum Ball – oder Kongspielen nur morgens oder abends animieren oder eben an einem See, an dem auch ein Hundebad nicht verboten ist. Wie auch für uns Menschen im Sommer gilt: ausreichende Flüssigkeitszufuhr! In den heißen Sommermonaten sollten wir noch penibler als sonst darauf achten, dass stets frisches Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung steht, je nach Länge und Lage (Schattenstrecke?) der Gassigangstrecke empfiehlt es sich, auch Wasser beim Gassigang mitzuführen. Hierfür gibt es praktische Behältnisse im Zoohandel.
Die sicherlich am häufigsten unterschätze Gefahr im Sommer ist das “nur mal kurz im Auto lassen”. Selbst an wolkigen Sommertagen steigt die Temperatur im Auto auf lebensgefährliche Werte an! Bei einer Außentemperatur von 22 Grad sind im Auto nach dreißig Minuten 38 Grad und nach einer Stunde 48 Grad erreicht. Da ist auch das einen spaltbreit offen gelassene Fenster kein wirklicher Schutz.
Jetzt noch eine Besonderheit für unsere Katzen mit weißem Fell: Bei ihnen besteht die Gefahr des Sonnenbrandes, vor allem an den Hautstellen, an denen das Fell sehr dünn ist, wie an den Ohren oder im Bereich des Nasenrückens. Leider entsteht da oft nicht nur ein Sonnenbrand, sondern in der Folge manchmal ein bösartiger Hauttumor, der sich zwar häufig wie ein Ekzem darstellt, aber gar nicht so harmlos ist. Deswegen empfiehlt es sich, die betroffenen Stellen (insbesondere Ohren und Nasen von weißen Katzen) mit Sonnenschutz einzucremen. Es gibt spezielle Sunblocker für Tiere, aber auch eine milde Kindersonnencreme mit Lichtschutzfaktor von mindestens 30 erfüllt ihren Zweck.
Übrigens, nicht nur wir schwitzen, auch unsere Haustiere können schwitzen. Allerdings nur an den Fußsohlen, den Großteil der Wärmeregulation müssen sie über das Hecheln bewältigen.
In diesem Sinne wünschen wir allen schwitzenden Tieren und Menschen einen tollen Sommer mit Temperaturen, bei denen jeder auf seine Kosten kommt und sich wohlfühlt!